“Netzwerk gegen Häusliche Gewalt tritt weiterhin für Betroffene ein” – StoP Buxtehude wieder dabei

Landkreis Stade. Die Zahlen und Statistiken des Stader Frauenhauses, der Frauenberatung und der „BISS – Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt Stade“ zeigten es abermals: Das „Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Landkreis Stade“ verliert keineswegs an seiner Bedeutung. Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter von unterschiedlichen Einrichtungen und Institutionen kamen zum jährlichen Treffen im Stader Kreishaus zusammen. Ziel des Netzwerktreffens ist es, alle Mitglieder über die unterschiedlichen Projekte und Angebote zu informieren. Schließlich setzen sich viele verschiedene Akteurinnen und Akteure für Betroffene sowie für ein entschiedenes Handeln gegen Gewalt in der Partnerschaft ein. Mit dabei waren unter anderem hauptamtliche und ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Stade sowie Vertreterinnen und Vertreter von unterschiedlichen Beratungsstellen, des Stader Frauenhauses, der Jugendämter, der Schulen und dem Elbe Klinikum.


Landkreis Stade. Die Zahlen und Statistiken des Stader Frauenhauses, der Frauenberatung und
der „BISS – Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt Stade“ zeigten es
abermals: Das „Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Landkreis Stade“ verliert keineswegs an
seiner Bedeutung. Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter von unterschiedlichen
Einrichtungen und Institutionen kamen zum jährlichen Treffen im Stader Kreishaus zusammen.
Ziel des Netzwerktreffens ist es, alle Mitglieder über die unterschiedlichen Projekte und Angebote zu
informieren. Schließlich setzen sich viele verschiedene Akteurinnen und Akteure für Betroffene sowie
für ein entschiedenes Handeln gegen Gewalt in der Partnerschaft ein. Mit dabei waren unter anderem
hauptamtliche und ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Stade sowie Vertreterinnen
und Vertreter von unterschiedlichen Beratungsstellen, des Stader Frauenhauses, der Jugendämter,
der Schulen und dem Elbe Klinikum.


Gemeinsam wollen sich alle bei den sogenannten „Orange Days“ engagieren. Ab Ende November
wird wieder weltweit 16 Tage lang auf Gewalt an Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht. In
diesem Jahr beteiligt sich das Netzwerk an einer bundesweiten Foto-Aktion. Denn auch wenn die
Zahlen erschreckend sind – schließlich erlebt jede vierte Frau mindestens ein Mal in ihrem Leben
Gewalt in ihrer Beziehung, wird nicht ausreichend gegen Partnerschaftsgewalt getan, sind sich die
Netzwerkmitglieder einig. Daher engagieren sie sich außerdem in verschiedenen Arbeitskreisen, unter
anderem in den Gruppen schulische Prävention, Gewalt-Sucht-Ausweg (GeSA) sowie Migration.
Um Betroffene noch besser zu erreichen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, plant das Netzwerk
in diesem Jahr mehrere Aktionen. Im Rahmen der Orange Days wird es wieder eine Tütenaktion im
gesamten Landkreis geben. Ergänzend ist eine gemeinsame Fotocollage der Netzwerkmitglieder
vorgesehen, um das Engagement im Landkreis sichtbar zu machen. Zudem beteiligt sich das
Netzwerk am „Lauf- und Musikfestival in Harsefeld“ und setzt dort mit orangefarbenen T-Shirts ein
sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Informationsangebote mit QR-Codes sollen darüber
hinaus einen schnellen Zugang zu Hilfsangeboten ermöglichen. Insgesamt bündelt das Netzwerk
damit verschiedene öffentlichkeitswirksame Maßnahmen, um Aufmerksamkeit zu schaffen und
Betroffene gezielt zu unterstützen.
Das Stader Frauenhaus konnte immerhin eine positive Nachricht mitteilen: Durch das vor knapp zwei
Jahren eingeweihte Schutz- und Beratungszentrum für Frauen in Stade mussten im vergangenen Jahr
erstmals keine Frauen aus dem Landkreis Stade aufgrund von fehlender Kapazität abgewiesen
werden. Insgesamt stehen 14 Familienplätze zur Verfügung, davon fünf mit anonymer Adresse. 57
Frauen zwischen 19 und 65 Jahren erhielten zusammen mit ihren Kindern sicheren Wohnraum im
Stader Frauenhaus sowie im Schutz- und Beratungszentrum.


Wie präsent häusliche Gewalt auch im Landkreis Stade ist, zeigten die Zahlen der Beratungsstelle
BISS, die im vergangenen Jahr 537 Fälle bearbeitete, davon 488 Frauen. Die Polizei meldete davon
insgesamt 458 Fälle nach entsprechenden Einsätzen. Die anschließende Beratung durch die BISS ist
stets freiwillig, vertraulich und kostenfrei.
Dies trifft auch auf die Frauenberatung zu. Im Jahr 2025 wurden 92 Frauen und Mädchen ab 16
Jahren beraten. Hinzu kamen Fachberatungen und Angehörigenberatungen. In diesem Jahr sind
zusätzlich Präventionsveranstaltungen, beispielsweise in Schulen, geplant.
Elena Knoop, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Stade, hatte gemeinsam mit Vertreterinnen
des Frauenhauses, der Frauenberatung und der BISS Beratungs- und Interventionsstelle bei
häuslicher Gewalt Stade zum Netzwerk-Treffen eingeladen. Sie betonte nach der Sitzung: „Unsere
Arbeit ist weiterhin dringend notwendig. Deshalb setzen wir neben Beratung und Vernetzung auch
verstärkt auf sichtbare Aktionen im Landkreis, um zu sensibilisieren und Betroffene zu ermutigen, sich
Hilfe zu holen.“ Gleichzeitig gehe ein Dank an alle Mitglieder vom Netzwerk gegen häusliche Gewalt
im Landkreis Stade: „Mehr als zwölf Millionen Frauen bundesweit erleben mindestens ein Mal Gewalt
in der Partnerschaft. Für diese Betroffenen treten wir ein.“

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