Communities Matter! Unter diesem Motto wird die neue Bundesfachstelle „StoP –Stadtteile ohne Partnergewalt“, gefördert durch das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV), am 23. Oktober 2026 mit einer Fachtagung in Berlin eröffnet. National wie international renommierte Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis kommen hier zusammen. Im Mittelpunkt wird die Bedeutung und Wirkweise sozialraumbezogener Gewaltprävention stehen. Die Veranstaltung findet im Publix in Berlin-Neukölln statt.
„StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ ist ein innovatives Handlungsmodell zur Prävention und Unterstützung bei geschlechtsbezogener Gewalt, insbesondere Partnergewalt. Es wurde an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) von Prof. Dr. Sabine Stövesand entwickelt. StoP schließt eine zentrale Lücke im Gewaltschutzsystem, weil es das sozialräumliche Umfeld von Gewaltbetroffenen und Gewaltausübenden systematisch in die Präventionsarbeit miteinbezieht. Im Zentrum steht das Hilfe- und Veränderungspotenzial lokaler sozialer Netzwerke und des nachbarschaftlichen Engagements.
StoP ist Gemeinwesenarbeit und setzt da an, wo die Gewalt geschieht – vor Ort, in Dörfern und Stadtteilen. Niedrigschwellig und zivilgesellschaftlich ausgerichtet greift die StoP Präventionsarbeit zentrale Forderungen der EU-Gewaltschutzrichtlinie und der Istanbul Konvention auf. Aktuell wird das StoP-Konzept an 24 Standorten in Deutschland umgesetzt, weitere Projekte sind in Vorbereitung.
Die StoP-Bundesfachstelle wird die Arbeit mit der Zivilgesellschaft und die Präventionsarbeit vor Ort fachlich unterstützen, überregional koordinieren und weiterentwickeln. Ebenso wird sie bundesweit zentrale Ansprechpartner*in für interessierte Städte, Kommunen und Organisationen sein und den überregionalen sowie internationalen Austausch und Wissenstransfer fördern.
Die StoP Bundesfachstelle, in Trägerschaft von StoP e.V., wird mit der Kick-Off Veranstaltung offiziell ihre Arbeit aufnehmen.
Tagungsprogramm und Anmeldung (Anmeldeschluss ist der 5. Oktober 2026).
Die Veranstaltung ist AUSGEBUCHT.



