StoP Phoenixviertel

Hamburg – Harburg

Harburg ist einer der sieben Bezirke in Hamburg und liegt südlich der Elbe. Der Bezirk Harburg umfasst 17 Stadtteile. Das Projekt “StoP- Stadtteile ohne Partnergewalt” konzentriert sich auf die Sozialräume Phoenixviertel/ Wilstorf und Neuwiedenthal /Hausbruch. Hier wird das Stadtteilprofil von Phoenixviertel/ Wilstorf vorgestellt.

Wappen Harburg Quelle: Wikipedia

Wappen Harburg Quelle: Wikipedia

Harburg
Stadtteil von Hamburg

Phönixviertel Quelle: Wikipedia

Phönixviertel Quelle: Wikipedia

Fläche:  3,9 km²

Einwohner*innen 26.098 (31. Dez. 2016)

Wilstorfer Straße vom Parkdeck des Phoenix-Centers aus. Urheber:  Julsen

Wilstorfer Straße vom Parkdeck des Phoenix-Centers aus. Urheber: Julsen

 Wilstorfer Straße

Die Wilstorfer Straße von oben – Quelle: https://www.mopo.de/761064 ©2018 Foto: Marius Röer

 

Phoenixviertel/Wilstorf.

Das Quartier Phoenixviertel (Phoenix-Viertel benannt nach der Phoenix AG, eine Gummifabrik,die bis heute noch in Harburg ansässig ist) liegt im Zentrum des Hamburger Bezirks Harburg und erstreckt sich über den Stadtteil Harburg und südlich der Hohen Straße auf das Gebiet von Wilstorf. Es bildet einen Teilraum des Sozialraumes “Harburg-Zentrum“.

Karte Phönixviertel

 

Gesamtbevölkerung

Über 30% der Bewohner*innen im Bezirk Harburg haben einen ausländischen Pass, somit leben doppelt so viele Menschen mit Migrationshintergrund in Harburg als im Hamburger Durchschnitt. In Harburg-Zentrum haben fast die Hälfte aller Menschen einen Migrationshintergrund, am häufigsten einen türkischen ( vgl. Sozialmonitoring Integrierte Stadtteilentwicklung. Bericht 2015), In Harburg-Zentrum werden 12670 Haushalte gezählt, von denen über 60% Einpersonenhaushalte (Harburg ges. 45,2%) sind (vgl. MldRegister Dez. 2009). 

 

Beschäftigungssituation

In Harburg-Zentrum liegt die Arbeitslosenquote bei 11% (Bezirk Harburg 8%, Hamburg ges. 6,6%), Die Rate der ausländischen Erwerbslosen liegt bei 8% (Bezirk Harburg 8%, Hamburg ges.7,4 %). Damit hat Harburg-Zentrum die höchste Arbeitslosenquote im Bezirk Harburg (Sozialmonitoring Integrierte Stadtteilentwicklung. Bericht 2015).

 

Wohnen im Phoenixviertel

Im Phoenixviertel dominieren 3 bis 4-geschossige Mehrfamilienhäuser ohne Gärten. Das Erscheinungsbild des Phoenixviertels wird geprägt durch eine stark verdichtete Blockrand-Bebauung der Gründerzeit (1878 – 1895) sowie der 50er-Jahre. Es wurde als typisches Arbeiterviertel errichtet. Die meisten Häuser verfügen mehrheitlich über 45-55 qm große Wohnungen. Größere, für Familien geeignete Wohnungen, bestehen nur in sehr geringem Umfang. Die Straßenzüge sind sehr schmal. Laut dem Bericht “Sozialmonitoring” hat das Phoenixviertel bei einem Großteil der Harburger Bevölkerung einen schlechten Ruf. So sollen die mieten dort hoch und der Zustand der Wohnungen schlecht sein, z.B. feuchte Wände. (vgl. Sozialmonitoring Integrierte Stadtteilentwicklung. Bericht 2015).

 

Menschen mit Migrationshintergrund

Viele andere Sprachen außer Deutsch werden in Harburg-Zentrum gesprochen. Insgesamt spricht über die Hälfte aller Grundschulkinder kein Deutsch in ihrer Familie. Viele Familien mit einem Migrationshintergrund haben Sprachprobleme und Probleme, das soziale und kulturelle System Deutschlands zu verstehen. In der Folge finden sich diese Familien zu „Communities“ mit eigenen Codes, Werten und ihrer Sprache zusammen und grenzen sich gegen die deutsche Nachbarschaft ab. Somit bleibt jede Gruppe eher für sich (vgl. Sozialmonitoring Integrierte Stadtteilentwicklung. Bericht 2015).

 

StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt

Auf Initiative des Fachamtes Jugend- und Familienhilfe und im Rahmen der sozialräumlichen Hilfen und Angebote (SHA) hat im August 2017 das Projekt “StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt” auch in Harburg gestartet. Zur Durchführung zweier Angebote in den Sozialräumen Phoenixviertel/ Wilstorf und Neuwiedenthal/Hausbruch wurde die S&S gemeinnützige Gesellschaft mbH -family support- als durchführender Träger beauftragt.

Eine der Anlaufstellen für StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt liegt mitten im Herzen von Harburg Mitte in der Elternschule Harburg im Feuervogel. Jeden Donnerstag (außer in den Schulferien) von 10.00-12:00 Uhr sind alle Frauen in der Nachbarschaft eingeladen, sich gemeinsam für den Stadtteil ohne Partnergewalt stark zu machen und sich mit dem Thema gewaltfreie Partnerschaft zu beschäftigen.. Geplant ist, einmal im Monat bei einem gemeinsamen Essen mit allen Interessent*innen, die mit uns in ihrem Stadtteil aktiv sein wollen, Aktivitäten für den Stadtteil zu planen.