StoP Osdorfer Born

 

Der  Osdorfer Born ist eine Großwohnsiedlung  im Westen von Hamburg. Die Siedlung Osdorfer Born gehört zum Stadtteil Osdorf und damit zum Bezirk Altona.

Sie entstand 1967 und besteht größtenteils aus Plattenbauten mit drei bis zu 21 Geschossen. Derzeit wohnen ca. 12.400 Menschen im Osdorfer Born

Ein Großteil der Wohnungen wurde im sozialen Wohnungsbau realisiert und unterliegt auch heute noch Mietpreisbindungen, die derzeit sukzessive auslaufen.

Im Rahmen einer Stadtteilanalyse haben die StoP Koordinatorinnen die Sozialdaten des Bezirksamtes Altona ausgewertet und es wurde deutlich, dass im Sozialraum Osdorfer Born überdurchschnittlich viele Menschen leben, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden.

Das Bild des Stadtteils ist duch die Plattenbauten sowie große Strommasten geprägt, die Häuser sind funktional, die Mieten günstig. Die Häuser sind z.T. dringend sanierungsbedürftig (z.T. bereits erfolgt oder in Arbeit). Aufgrund der Größe der Wohnblocks ist eine gewisse Anonymität nicht zu vermeiden.

Der Stadtteil ist übersichtlich und hat einen gewissen “Dorfcharakter”. Die Grundversorgung an Lebensmitteln und ärztlicher Versorgung ist vorhanden und alles ist fußläufig erreichbar. Trotz der Anonymität in den Wohnblocks gibt es unter vielen Menschen eine gute Vernetzung. Vor allem die verschiedenen Nationalitäten leben ein enges, soziales Miteinander und die gegenseitige Unterstützung und das ehrenamtliche Engagement sind zum Teil groß.

Eine Besonderheit im Osdorfer Born ist das höchste Graffiti der Welt auf einer Hauswand mit 43m Höhe.

Viele Borner*innen identifizieren sich mit ihrem Stadtteil und fühlen sich dort sehr wohl. Für die unterschiedlichen Problemlagen der Menschen sind unterstützende, beratende und helfende Angebote vorhanden, die alle gut miteinander vernetzt sind.

Den Ortskern der Siedlung bildet das Einkaufzentrum Born-Center, in dem sich Bäcker, preisgünstige Lebensmittel und Bekleidungsläden, eine öffentliche Bücherhalle, eine Sparkasse, Post, Wettbüro und eine Spielhalle befinden.  In dessen Nähe befindet sich auch das Kindermuseum “KL!CK”, das auch für Menschen aus angrenzenden Wohngebieten ein Anziehungspunkt darstellt. Im Jahr 2013 wurde das Bürgerhaus Bornheide eröffnet –  ein Zentrum für kulturelle Aktivitäten, Beratungs- und Bildungsangebote.  Kinos, Cafés oder ähnliche Treffpunkte gibt es im Stadtteil nicht.

Im Westen grenzt der Osdorfer Born direkt an das weitläufige Landschaftsschutzgebiet „Osdorfer Feldmark“. Der in der Feldmark liegende Helmuth-Schack-See und der Bornpark sind zusammen mit der Großwohnsiedlung geplant worden und ein bedeutendes Naherholungsgebiet. Zwischen den Häuseren befinden sich große Spiel- und Freizeitflächen. Es gibt ein Schwimmbad, einen Sportplatz und bis zur Elbe sind es 5km Luftlinie.

Seit einigen Jahren erhält der Osdorfer Born Gelder aus dem Rahmenprogramm integrierte Stadtteilentwicklung (RiSE –Mittel).

Mit den Geldern werden verschiedene Projekte realisiert, um die Lebensqualität im Osdorfer Born zu verbessern. Hierbei wird besonderen Wert auf eine Beteiligung der Bürger gelegt.