Berlin (Spandau Neustadt) – Projektvorstellung

StoP Berlin (Spandauer Neustadt) - Projektvorstellung

Das Projekt

StoP® ist ein Gemeinwesen-aktivierender-Ansatz zur Prävention von Gewalt gegen Frauen und deren Kinder. Grundgedanke bei StoP® ist, dass Gewalt gegen Frauen kein „Frauenthema“ ist oder gar Privatsache. Es geht um die Gleichstellung von Männern und Frauen, um die Achtung der Menschenrechte und die Demokratisierung unserer Gesellschaft.

Das StoP®-Konzept verfolgt dieses Ziel der Prävention mit einem achtstufigen Handlungskonzept, das Wege zur Aktivierung bürgergesellschaftlichen Engagements und zum Aufbau lokaler sozialer Netzwerke aufzeigt.

Der lokale Nahraum, bereits bestehende soziale Beziehungen, sowie mittelbar Betroffene sind wichtige Verbündete in der Bekämpfung von Gewalt. Die Gewalt geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern an konkreten, bewohnten Orten. Nachbar*innen und Freund*innen, Kioskbesitzer*innen, Mitarbeiter*innen in lokalen Kitas oder Stadtteilläden wird nicht selten von der Gewalt erzählt oder sie bekommen die Gewalt mittelbar z.B. durch die Kinder und Jugendlichen mit und wissen oft um diese schwierige Situation. Ob sie jedoch an einer Lösung des Problems beteiligt sein und etwas hören, sehen, sagen wollen, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Angst, Hilflosigkeit, bestimmte Geschlechterkonzepte oder die Tabuisierung des Themas spielen dabei oft eine blockierende Rolle. Hier, direkt im unmittelbaren Lebensbereich der Menschen, setzen wir an mit unserem StoP-Projekt.

Mit dem StoP-Konzept liegt ein innovatives Handlungsmodell vor, das eine zentrale Lücke im Gewaltschutzsystem schließt und insbesondere die sekundäre Präventionsebene in den Fokus rückt. Erstmalig werden so die Zivilgesellschaft und das sozial-räumliche Umfeld von Gewaltbetroffenen und Gewaltausübenden systematisch und fachlich fundiert einbezogen.

Der Stadtteil

Spandau liegt geografisch im äußersten Westen des Bundeslandes Berlin und grenzt an das Bundesland Brandenburg. In der Spandauer Neustadt leben zwischen den beiden großen Flüssen Spree und Havel, die hier im Bezirk zusammenfließen, über 10.000 Einwohner*innen. 

Nach statistischen Angaben wächst der Stadtteil jährlich um 3,9 %. 

Das Gebiet der Spandauer Neustadt erstreckt sich über eine Gesamtfläche von ca. 44 ha. und verfügt über eine vielfältige und lebendige soziale Infrastruktur. Es gibt eine Reihe von rege genutzten öffentlichen Plätzen und Parks wie den Lutherplatz, den Költzepark oder die Mittelinsel. 

Die Architektur in der Neustadt ist vorwiegend geprägt durch gründerzeitliche Wohnhäuser. Im Stadtteil finden sich abseits der Schönwalder Straße und der Neuendorfer Straße, den örtlichen Hauptgeschäftsstraßen, kleinere Lebensmittelläden, Handwerksbetriebe, Spätkäufe, Wettbüros und Spielcasinos. Die Spandauer Neustadt ist ein Stadtteil, in dem viele engagierte Menschen leben und arbeiten.