StoP Wien-Margareten Aktuell

Gesunde Nachbarschaft – StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt in Margareten verbindet!

 

 

Ab nun kümmert sich StoP – im Rahmen von Gesunde Nachbarschaft verbindet! auch um ältere und vulnerable Menschen, die aufgrund von Covid 19 besonders betroffen sind, verstärkt in die Isolation und Einsamkeit gedrängt wurden und kaum bzw. weniger soziale Kontakte erleben können und die womöglich Gewalt und Menschenrechtsverletzungen erfahren müssen.

Denn durch die Covid 19 Quarantänemaßnahmen hat sich das Leben vieler Menschen stark verändert. Häusliche Gewalt und Partnergewalt haben zugenommen, auch wenn es noch zu wenig gesicherte Zahlen dazu gibt. Frauen und Kinder sind die Hauptbetroffenen. Aber auch ältere Frauen und Männer, die entweder zu Hause oder in Alten- und Pensionist*inneneinrichtungen leben, sind mit Menschenrechtsverletzungen, institutioneller und häuslicher Gewalt stärker konfrontiert, als vorher.

Zentrales Ziel von „Gesunde Nachbarschaft – StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt in Margareten verbindet!“ ist, es daher ältere Menschen über 60ig Jahre durch persönliche und telefonische Kontakte zu erreichen und zu unterstützen, in dem wir:

  1. eigenes Informationsmaterial mit Hilfsangeboten für ältere Menschen entwickeln und diese verteilen
  2. ältere Menschen gezielt ansprechen – bei allen unseren StoP-Aktivitäten, wie etwa bei den aktivierenden Befragungen, in den Parks, in den Kaffeehäusern, in den Supermärkten, bei Veranstaltungen, bei Besuchen in verschiedenen Einrichtungen, in Altenheimen und in den Pensionist*innenheimen.
  3. ältere Menschen verstärkter einladen bei den Frauentischen und Männertischen teilzunehmen.
  4. ältere Bewohner*innen und Nachbar*innen ebenfalls die Methoden der Zivilcourage bei Partnergewalt lernen und sie darüber informieren, indem wir Aushänge mit den wichtigsten Hilfsangeboten in den Stiegenhäusern, Parks und Kaffeehäusern aufhängen.
  5. „StoP-Meeting-Points“ in den Parks oder in Lokalen/Kaffeehäusern einrichten, um gezielt mit älteren Menschen ins Gespräch kommen, sie erreichen und sie ansprechen.
  6. Kooperation mit spezifischen Einrichtungen eingehen, die sich um ältere Menschen annehmen, wie etwa die Elisabethstiftung in Margareten, das Pflegenetzwerk, die Bewohner*innenvertretung, das Pensionist*innenwohnheim in Margareten oder die Patient*innenanwaltschaft und viele andere mehr. Diese Projektpartner*innen werden zu den regelmäßigen Partner*innenmeetings eingeladen und über Gewalt und Menschenrechtsverletzungen informiert.
  7. Mobile Dienste und Organisationen, die 24 Stunden Pflege anbieten, einladen und sie über Gewalt in der Familie und in der Pflege zu informieren.
  8. Familien und Pflegende Angehörige erreichen, die ebenfalls über StoP informiert und zu Veranstaltungen eingeladen werden.
  9. in den jeweiligen Einrichtungen Informationsveranstaltungen und Workshops über Gewalt und über konkrete Hilfestellungen und Angebote organisieren.
  10. möglichst viele Freiwillige erreichen, die am Projekt mitwirken wollen.
  11. Kontakte mit den Freiwilligenplattformen (Unabhängige LandesFreiwilligenzentrum ULF und den Fonds Gesundes Österreich)
  12. Praktikant*innen und Studierende der FH-Soziale Arbeit die Möglichkeit anbieten am Projekt mitzuwirken.
  13. Freiwillige über einen längeren Zeitraum regelmäßig telefonische Kontakte mit älteren Menschen halten, um soziale Unterstützung zu geben und eine Art „Buddy-Beziehung“ („Telefonbegleiter“)
  14. Freiwillige zu Telefonvermittler*innen ausbilden, die mittels Telefon- und Onlinebefragungen über eine gute, gewaltfreie Nachbarschaft, Menschenrechtsverletzungen und häusliche Gewalt Auskunft geben und versuchen werden, ältere Menschen zu unterstützen und zu erreichen. Dabei können auch Themen wie Zuwendung, Trost, Informationen, praktische Hilfe angeboten werden.

Kooperation/Vernetzung

Beim Projekt Gesunde Nachbarschaft – StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt in Margareten verbindet! sollen vor allem Partnerorganisationen aus dem Altenbereich gewonnen werden, wie etwa die Elisabethstiftung in Margareten, das Pflegenetzwerk, die Bewohner*innenvertretung, das Pensionist*innenwohnheim in Margareten oder über die Patient*innenanwaltschaft, wie Mobile Dienste als auch 24 Stunden Dienste und Pflegende Angehörigen – Dienste.