StoP Fortbildung

StoPpen lernen 2017/2018

Information und Anmeldung: StoP-Partnergewalt@web.de Anmeldeschluss: 26.08.2017

Alle Information zum Ausdrucken und weitersenden erhalten Sie hier PDF zur StoP Fortbildung 2017/2018

Die Gewalt in der Ehe bzw. die Partnergewalt ist, wie Studien zeigen, weit verbreitet und gleichzeitig immer noch stark tabuisiert. Sie findet in der Regel im häuslichen Bereich statt und trifft, anders als die Gewalt im öffentlichen Raum, überwiegend Frauen. Gleichzeitig zieht sie immer auch das persönliche Umfeld in Mitleidenschaft, traumatisiert Kinder, zerstört Beziehungen und soziale Zusammenhänge.

Diese Gewalt geschieht nicht irgendwo, sondern in Nachbarschaften, an konkreten, bewohnten Orten. Gesellschaftliche Normen und Verhaltensweisen im sozialen Umfeld spielen hier eine wichtige Rolle. Anders gesagt: „Die Gewalt gegen Frauen wirft weniger die Frage nach der Qualität einer Beziehung als nach der Qualität eines Gemeinwesens auf“ (Carol Hagemann-White). Häusliche Gewalt ist ein ernstes Hindernis für eine positive Stadt(teil)entwicklung.

Nach 20 Jahren der wissenschaftlich fundierten Konzeptentwicklung und mehrjähriger Erfahrung in der praktischen Umsetzung liegt mit StoP ein ausgereiftes Handlungskonzept vor, das eine zentrale Lücke im Gewaltschutzsystem schließt. Erstmalig wird das sozial-räumliche Umfeld von Gewaltbetroffenen und Gewaltausübenden systematisch und fachlich fundiert einbezogen, denn genau hier können Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen sinnvoll ansetzen. Mittlerweile arbeiten sechs Stadtteilprojekte (Hamburg und Dresden) auf Grundlage dieses Konzepts (www.stop-partnergewalt.org).

Inhalte der Fortbildung

StoP kombiniert erstmalig theoretisches und praktisches Wissen aus den Bereichen der Arbeit zu geschlechtsbezogener bzw. häuslicher Gewalt/Partnergewalt und der sozialraumorientierten Arbeit.

In vier Fortbildungsblöcken (2 x drei ganze Wochentage, 2 Wochenenden, Mitte November 2017 bis Ende Februar 2018) werden vielfältige Kenntnisse praxisnah vermittelt:

  • das StoP-Konzept und seine Bausteine
  • Partnergewalt: Formen, Verläufe, Ursachen
  • Erkundung, Aktivierung und Empowerment von Nachbarschaften
  • gewaltsensibilisierende Arbeit mit Nachbarschaftsgruppen,
  • Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit im Stadtteil
  • Einmischen, aber wie? Selbstschutz und Intervention bei häuslicher Gewalt
  • StoPpen in der Einwanderungsgesellschaft
  • Erstellung von Öffentlichkeitsmaterialien, Nutzung der webbasierten StoP-Tools
  • Impulse für die eigene, lokale Weiterarbeit mit dem StoP-Konzept und Selbstsorge

Zielgruppe der Fortbildung sind Praktiker/innen aus Einrichtungen, zu deren Arbeit der StoP-Ansatz passt und dort mittel- oder langfristig integriert werden könnte. Dazu gehören z.B. Elternschulen, Kinder- und Familienzentren, Stadtteil- und Community Center, Nachbarschaftsheime, Bürger- oder Mehrgenerationenhäuser, Jugendzentren, Quartiersbüros.

Eine weitere Zielgruppe sind Mitarbeiter_innen aus dem Gewaltschutzbereich und der Quartiersarbeit, die sich vorstellen können, solch eine Arbeit anzubieten bzw. die sich beruflich dahin orientieren möchten. Die Teilnahme von Studierenden der Sozialen Arbeit aus höheren Semestern ist möglich.

Durchgeführt wird die Fortbildung von der StoP-Konzeptentwicklerin, langjährigen Frauenhausmitarbeiterin, Community Organizerin und Professorin für Soziale Arbeit, Frau Prof. Dr. Sabine Stövesand und weiteren Expert_innen.

Die Kosten für die gesamte Weiterbildung incl. einer Erstberatung für die praktische Umsetzung eines Projektes auf Grundlage des StoP-Konzeptes betragen voraussichtlich, je nach Größe der Teilnehmer_ innengruppe, mindestens 900,-, max. 1250,- Euro. Unterkunft und Verpflegung sind darin nicht enthalten. Stattfinden werden die Fortbildungen in Hamburg.

Zum Konzept und seiner Bedeutung:

Es ist viel passiert in der Arbeit gegen Gewalt an Mädchen und Frauen, wichtige Projekte, zuletzt das bundesweite Hilfetelefon, wurden auf den Weg gebracht. Zu konstatieren ist jedoch: Die existierenden Maßnahmen reichen nicht aus! Viele der Betroffenen werden vom Hilfesystem nicht erreicht, die Zahl der Betroffenen ist nach wie vor hoch.

Die lokalen sozialen Beziehungen und die unmittelbare Lebenswelt enthalten ein großes, aber bislang weitgehend vernachlässigtes Potenzial. Wie Studien nachweisen, wirkt eine aufgeklärte und handlungswillige Nachbarschaft, in der Partnergewalt nicht als Privatproblem angesehen wird, de facto lebensrettend und gewaltreduzierend. Die Fälle tödlicher Beziehungs- und auch schwerer Partnergewalt liegen dort eindeutig niedriger als in anderen Quartieren (vgl. Browning 2002)!

Dies ist der Ausgangspunkt von StoP. Entwickelt wurde ein acht-stufiges Handlungskonzept, das Wege zur Aktivierung zivilgesellschaftlichen Engagements und zum Aufbau lokaler sozialer Netzwerke aufzeigt. Das Konzept beruht auf langjährigen praktischen Erfahrungen, ist wissenschaftlich fundiert und methodisch ausgearbeitet (vgl. Stövesand 2007). Die existierenden StoP-Projekte wie in HH-Steilshoop und der Horner Geest belegen: Die Unterstützungsbereitschaft von Nachbar/innen und die Veröffentlichungsbereitschaft von Betroffenen kann ermutigt und ausgebildet werden. Es haben sich Nachbarschaftsgruppen gebildet, die Informations- und Aufklärungsarbeit leisten, die Isolation und das Schweigen brechen und praktische Unterstützung geben. Entstanden sind auch zahlreiche Materialien für eine stadtteilorientierte Öffentlichkeitsarbeit, die nach Abschluss der Fortbildung zur Verfügung gestellt werden.

Nicht zuletzt auch angesichts der Entstehung neuer Unterkünfte und Quartiere mit einem hohen Anteil an geflüchteten Menschen bietet ein Konzept, in dem es zentral um den Aufbau von nachbarschaftlichen Beziehungen und niedrigschwellige Zugänge auf Quartiersebene geht, wichtige Impulse zur Prävention und Intervention bei Beziehungsgewalt

Grundgedanke bei StoP ist die Integration der Gewaltschutzarbeit in bereits vorhandene Angebote und Strukturen (anstelle der kostenintensiven Schaffung ganz neuer Einrichtungen). Konkret bedeutet dies, dass StoP-Mitarbeiter/innen angedockt sind an bereits bestehende, gut vernetzte lokale Träger. In Frage kommen Einrichtungen wie z.B. Elternschulen, Bürger-, Mehrgenerationen- oder Jugendhäuser, Stadtteilzentren, Quartiersläden, Nachbarschaftsheime.

StoP übernimmt die Fortbildung von neuen oder bereits vorhandenen Mitarbeiter/innen für bzw. aus diese(n) Einrichtungen und kann den Umsetzungsprozess bei Bedarf beratend begleiten. Diese Fachkräfte wiederum aktivieren, bilden und vernetzten Bewohner/innen, die ihrerseits a) eine niedrigschwellige, lokal und milieuspezifisch passende Öffentlichkeitsarbeit entwickeln und b) bereit sind, sich bei Gewaltvorkommnissen in einem zuvor geklärten und geübten Rahmen einzumischen und Betroffene zu unterstützen.

 

1.Bundesweite Fortbildung

„StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“

Nach 20 Jahren der wissenschaftlich fundierten Konzeptentwicklung und mehrjähriger Erfahrung in der praktischen Umsetzung in zwei Hamburger Stadtteilen liegt mit StoP ein ausgereiftes Konzept vor, das neue Möglichkeiten zur Prävention und Unterstützung im Bereich häuslicher Gewalt bereitstellt.

Unseren Erkenntnissen nach ist die Einbeziehung von Nachbarschaften und der Aufbau (transkultureller) lokaler, sozialer Netzwerke ein unerlässlicher und weiterführender Schritt in der gewaltpräventiven Arbeit.

Auf dieser Grundlage und angesichts des nach wie vor hohen Ausmaßes der Gewalt an Mädchen und Frauen sowie auch der neuen Herausforderungen im Rahmen der Arbeit mit Geflüchteten möchten wir unsere Expertise nun weitergeben.

Der StoP-Ansatz kombiniert erstmalig theoretisches und praktisches Wissen aus den Bereichen der Arbeit gegen die Gewalt an Frauen und der sozialraumorientierten Arbeit. Er bewegt sich inhaltlich und methodisch im Schnittfeld von geschlechtssensibler, gewaltpräventiver Arbeit/ Erwachsenenbildung/ Öffentlichkeitsarbeit/ Förderung von Zivilcourage und Empowerment/ Gruppen-, Netzwerk und Nachbarschaftsarbeit. Grundlegendes Fachkonzept ist die Gemeinwesenarbeit bzw. das Community Organizing.

Das Konzept und seine Bedeutung

 Es ist viel passiert in der Arbeit gegen Gewalt an Mädchen und Frauen, wichtige Projekte, zuletzt das bundesweite Hilfetelefon, wurden auf den Weg gebracht. Zu konstatieren ist jedoch: Die existierenden Maßnahmen reichen nicht aus! Viele der Betroffenen werden vom Hilfesystem nicht erreicht.

Mit dem StoP-Konzept liegt ein innovativer und bereits erprobter Ansatz vor, der eine zentrale Lücke im Gewaltschutzsystem schließt. Erstmalig wird das sozial-räumliche Umfeld von Gewaltbetroffenen und Gewaltausübenden systematisch und fachlich fundiert einbezogen. Da die Gewalt nicht im leeren Raum geschieht, sondern innerhalb sozialer Bezüge wie Nachbarschaften und an konkreten, bewohnten Orten können genau hier Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen sinnvoll ansetzen. Die lokalen sozialen Beziehungen und die unmittelbare Lebenswelt enthalten ein großes, aber bislang weitgehend vernachlässigtes Potenzial. Wie Studien nachweisen, wirkt eine aufgeklärte und handlungswillige Nachbarschaft, in der Partnergewalt nicht als Privatproblem angesehen wird, de facto lebensrettend und gewaltreduzierend. Die Fälle tödlicher Beziehungs- und auch schwerer Partnergewalt liegen dort eindeutig niedriger als in anderen Quartieren (Browning 2002)!

Dies ist der Ausgangspunkt von StoP.

Entwickelt wurde ein acht-stufiges Handlungskonzept, das Wege zur Aktivierung zivilgesellschaftlichen Engagements und zum Aufbau lokaler sozialer Netzwerke aufzeigt. Das Konzept beruht auf langjährigen praktischen Erfahrungen, ist wissenschaftlich fundiert und methodisch ausgearbeitet (vgl. Stövesand 2007). Zwei existierende Pilotprojekte in Hamburg Steilshoop und der Horner Geest belegen: Die Unterstützungsbereitschaft von Nachbar/innen und die Veröffentlichungsbereitschaft von Betroffenen kann ermutigt und ausgebildet werden (www.stop-partnergewalt.org). In beiden Stadtteilen haben sich Nachbarschaftsgruppen gebildet, die Informations- und Aufklärungsarbeit leisten, die Isolation und das Schweigen brechen und praktische Unterstützung geben.

Nicht zuletzt angesichts der Entstehung neuer Unterkünfte und Quartiere mit einem hohen Anteil an geflüchteten Menschen bietet ein Konzept, in dem es zentral um den Aufbau von nachbarschaftlichen Beziehungen und niedrigschwellige Zugänge auf Quartiersebene geht, wichtige Impulse. Entstanden sind mittlerweile auch zahlreiche Materialien für eine stadtteilorientierte Öffentlichkeitsarbeit, die nach Abschluss der Fortbildung zur Verfügung gestellt werden können.

Grundgedanke bei StoP ist die Integration der Gewaltschutzarbeit in bereits vorhandene Angebote und Strukturen (statt der kostenintensiven Schaffung ganz neuer Einrichtungen).

Konkret bedeutet dies, dass StoP-Mitarbeiter/innen angedockt sind an bereits bestehende, gut vernetzte lokale Träger. In Frage kommen Einrichtungen wie z.B. Elternschulen, Bürger-, Mehrgenerationen- oder Jugendhäuser, Stadtteilzentren, Quartiersläden.

StoP übernimmt die Fortbildung von neuen oder bereits vorhandenen Mitarbeiter/innen für bzw. aus diese(n) Einrichtungen und kann den Umsetzungsprozess bei Bedarf beratend begleiten. Diese Fachkräfte wiederum aktivieren, bilden und vernetzten Bewohner/innen, die ihrerseits

  1. ) eine niedrigschwellige, lokal und milieuspezifisch passende Öffentlichkeitsarbeit entwickeln und
  2. ) bereit sind, sich bei Gewaltvorkommnissen in einem zuvor geklärten und geübten Rahmen einzumischen und Betroffene zu unterstützen.

Zielgruppe

Zielgruppe der Fortbildung sind Praktiker/innen aus Einrichtungen, zu deren Arbeit der StoP-Ansatz passt und dort mittel- oder langfristig integriert werden könnte. Dazu gehören z.B. Elternschulen, Kinder- und Familienzentren, Stadtteil- und Community Center, Nachbarschaftsheime, Bürger- oder Mehrgenerationenhäuser, Jugendzentren, Quartiersbüros.

Eine weitere Zielgruppe sind Mitarbeiter/innen aus dem Gewaltschutzbereich und der Quartiersarbeit, die sich vorstellen können, solch eine Arbeit anzubieten bzw. die sich beruflich dahin orientieren möchten.

Die Teilnahme von Studierenden der Sozialen Arbeit aus höheren Semestern ist möglich.

Aufbau und Zeitraum der Fortbildung

  1. Modul 07.10. – 09.10.2016
  2. Modul 21.11. – 26.11.2016
  3. Modul 03.02. – 05.02.2017

Abschluss

Bei erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmer/innen eine aussagekräftige Teilnahmebescheingung des Zentrums für Praxisentwicklung –ZEPRA- an der Fakultät Wirtschaft und Soziales der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.

Referentinnen

Durchgeführt wird die Fortbildung von der Konzeptentwicklerin, langjährigen Frauenhausmitarbeiterin, Community Organizerin und Professorin für Soziale Arbeit, Frau Prof. Dr. Sabine Stövesand und Frau Dipl. Soz.Ök. Tanja Chawla, Coach und Trainerin für interkulturelle Arbeit, langjährige StoP-Mitarbeiterin sowie weiteren Expert/innen aus diesem Bereich.

Bildungsurlaub

Nach rechtzeitiger Voranmeldung (ca. 10 Wochen) werden die Module als Bildungsurlaub anerkannt.

Bewerbungen

Bewerbungen reichen Sie bitte mit dem Bewerbungsformular und einem Lebenslauf bei ZEPRA ein. Download: Alle Information und Anmeldeformular

Infotermin

Am Freitag, den 24.06.2016 findet in der Zeit von 14.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr eine kostenlose Informationsveranstaltung statt.

Bitte melden Sie sich formlos per E-Mail an. E-Mail: anne.hoffmann@haw-hamburg.de

Falls Sie an der Fortbildung interessiert sind, aber den Informationstermin nicht wahrnehmen können ist das kein Ausschlusskriterium. Melden Sie sich gern.

Kosten

Die Fortbildung kostet einschließlich einer Erstberatung für die praktische Umsetzung eines Projektes auf Grundlage des StoP-Konzeptes € 1.250,00. Die Summe wird in zwei Raten fällig.

  1.  Rate             € 650,00                      nach Zulassung
  2.  Rate             € 600,00                      15.01.2017

Genaueres bezüglich der Zahlungszeiträume regelt der Vertrag. 

Veranstalter

Zentrum für Praxisentwicklung – ZEPRA an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Alexanderstraße 1, 20099 Hamburg

www.zepra-hamburg.de

www.haw-hamburg.de

Ansprechpartnerin

Anne Hoffmann

Telefon 040-42875 7039

E-Mail: anne.hoffmann@haw-hamburg.de

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Alle Information und Anmeldeformular

Veranstaltungsort

 

Pilotfortbildung 2013 

Im Januar 2013 starteten zwei Pilotfortbildungsgruppen. Die eine richtete sich an aktive Ehrenamtliche aus Steilshoop mit dem Ziel, ihr Wissen zu vertiefen und als „Stadtteil-BotschafterInnen“ den StoP-Ansatz in andere Stadtteile tragen zu können.

materialDie zweite Fortbildungsgruppe bestand aus SozialarbeiterInnen, die in stadtteilorientierten, sozialen Einrichtungen in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs tätig sind und die befähigt werden sollten, dort im Anschluss an die Fortbildung den StoP-Ansatz umzusetzen.

Die Inhalte waren im Prinzip identisch, methodisch wurde zum Teil etwas anders gearbeitet. Bei der Gruppe der Stadtteilaktiven war der Lebensweltbezug stärker ausgeprägt. Mehrere Moduleinheiten wurden auch gemeinsam absolviert, was für alle Seiten sehr bereichernd war.

Die Fortbildung schult die TeilnehmerInnen darin, Elemente der Gemeinwesenarbeit mit Ansätzen der lokalen Gewaltprävention, der Förderung von Zivilcourage und ehrenamtlichen Engagement, der Prävention von geschlechterbezogener Gewalt und dem Wissen aus der Arbeit mit Opfern häuslicher Gewalt zu verbinden und zu vertiefen.

Dem Fortbildungskonzept liegt die Annahme zugrunde, dass bei den TeilnehmerInnen bereits vorhandenes (Teil)Wissen eine wertvolle Quelle ist, die in die Fortbildung mit einfließen können soll und so erfahrungsbezogenes Lernen mit der Vermittlung und Aneignung neuen Wissens einhergeht.

Die Inhalte der Fortbildung werden durch Vorträge, Gruppenarbeit, Biografie- und Erinnerungsarbeit, Rollenübungen, Film- und Textbesprechungen erarbeitet.

 

Konkrete Themen der Fortbildung sind:

  • StoP: Grundideen, Projektbausteine
  • Partnergewalt: Wie sieht sie aus? Wer ist betroffen? Was sind die Ursachen? Welche Folgen hat sie für die Betroffenen, die Opfer und Täter, die Angehörigen und FreundInnen, für die Nachbarschaft, die Gesellschaft? Welche Maßnahmen zur Vorbeugung und Hilfe gibt es? Wen erreichen sie und wen nicht?
  • Gemeinwesenarbeit: Wie finde ich heraus, wie im Stadtteil über Partnergewalt gedacht wird? Wie aktiviere ich Menschen zu dem Thema und finde Mitmacher/innen? Wie bringe ich die Menschen zusammen? Wie spinne ich soziale Netze?
  • Arbeit mit Gruppen: Gruppen zu Partnergewalt starten, begleiten, moderieren, unterstützen; Bewußtseins- und Bildungsarbeit
  • Einmischung: Was tue ich, wenn ich den Verdacht auf Partnergewalt habe? Was tue ich, wenn ich mit Gewalt konfrontiert werde? Kann man Zivilcourage lernen?
  • Öffentlichkeitsarbeit: Wie spreche ich wen an: Faltblatt, Zeitungsartikel, Blogs, Plakate, Versammlungen.
  • Und auch: Wie sorge ich für mich selbst, wenn ich zu dem Thema Gewalt in Partnerschaften aktiv bin?